FDP Lampertheim

FDP: Umweltpolitik neu denken!

Umweltpolitik neu denken
Umweltpolitik neu denken

FDP und Einsatz für Umweltschutz: Passt das zusammen? Wir meinen ja. Auch wenn Lampertheim nicht allein das Weltklima retten kann, so gibt es doch viele konkrete Möglichkeiten, sich vor Ort für den Naturschutz und allgemein für mehr Grün in der Stadt einzusetzen.

Die FDP Lampertheim setzt dabei auf die Wiederbegrünung von versiegelten Flächen. Stefanie Teufel fasst den liberalen Ansatz so zusammen: "Durch finanzielle Anreize im Innenstadtbereich wollen wir Haus- und Grundbesitzer zur Wiederbegrünung ihrer geschotterten Vorgärten motivieren. Dazu braucht es aus unserer Sicht keine Verbote, sondern stetige Überzeugungsarbeit. Bei Neubaugebieten könnten wir das über die Bausatzung regeln."

Und Dr. Gernot Diehlmann, der sich im Lampertheimer NABU engagiert, ergänzt: "Das vom Agenda-21 Arbeitskreis initiierte Blühflächenprogramm zusammen mit Landwirten wollen wir fortsetzen und uns am Projekt "StadtGrün naturnah" beteiligen, wie dies Viernheim erfolgreich getan hat. Wir unterstützen die Ziele des Agenda-21 Arbeitskreises wie die Fortführung der Biotopvernetzung und die Neuanlage von Streuobstwiesen, wo möglich und sinnvoll. Zudem sprechen wir uns für den Beitritt Lampertheims zum Landschaftspflegeverband Bergstraße aus, weil wir uns davon eine bessere Pflege unserer Kulturlandschaft versprechen. Diese Arbeit darf nicht allein ehrenamtlichen Kräften überlassen werden."

 

FDP will Lampertheimer Stadtwald besser schützen!

Mittlerweile ist in der breiten Öffentlichkeit bekannt, wie wichtig der Wald nicht nur in seiner Erholungsfunktion, sondern in seiner Funktion als Wasserspeicher, als Luftreiniger, kurz: als Klimaverbesserer ist. Der FDP ist deshalb die Erhaltung der grünen Lunge Stadtwald ein Herzensanliegen. Dies bedeutet für uns konkret, der Erholungs- und Naturschutzfunktion des Waldes klaren Vorrang vor seiner wirtschaftlichen Verwertung zu geben. Wir möchten mehr Waldfläche ökologischer bewirtschaften lassen, auch damit mehr Biodiversität stattfinden kann. Weiterhin fordert die FDP die Prüfung eines Weiterbaus der Rheinwasserinfiltration zur Anhebung des Grundwassers.

Die Zerschneidung des Lampertheimer Waldes durch die geplante ICE-Trasse lehnen wir entschieden ab. Helmut Hummel, der sich von Anfang an in der Bila an vorderster Stelle engagiert hat, meint: "Die von der Deutschen Bahn angebotene Tunnellösung in offener Bauweise ist ein erster Erfolg unserer Arbeit und ein erster Schritt in die richtige Richtung. Unser langfristiges Ziel ist aber ein bergmännischer Tunnel. Denn eine offene Tunnelbauweise würde eine unheilbare, 60-80 Meter breite Wunde in den Wald schlagen, von dem sich unser Wald und die im Wald lebenden Tiere in Jahrzehnten nicht erholen würden". Waldbäume könnten dort vermutlich nur noch begrenzt Fuß fassen.

 

FDP setzt sich für Lampertheimer Wassersportler ein!

Die FDP Lampertheim setzt sich mit Helmut Hummel schon seit Jahren an vorderster Stelle aktiv für den Erhalt des Altrheins in seiner Funktion für wassersporttreibende Vereine ein. "Aktuell läuft die Überprüfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit eines Ausbaggerns des Altrheins. Einem entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag hatte die FDP, zusammen mit anderen Fraktionen, bereits im vergangenen Jahr initiiert und erfolgreich im Parlament umsetzen können". Wir haben hervorragende international erfolgreiche Wassersportler die auf Grund zu niedriger Wasserstände in Baden-Württemberg trainieren müssen. Bis zur langfristigen Umsetzung der Altrheinentschlammung arbeitet Helmut Hummel an Alternativen, um in Lampertheim eine Trainings- und Regattastrecke zu ermöglichen.

 

FDP: Welsches Loch, Heegwasser und Rollengraben dürfen nicht trockenfallen!

Für Dr. Gernot Diehlmann ist die Wiederherstellung des Wehrs am "Bau" ein Herzensanliegen. Das Stadtparlament hatte auf Initiative der FDP im vergangenen Jahr einstimmig eine fraktionsübergreifende Resolution verabschiedet, in dem die verantwortlichen Behörden dazu aufgefordert werden, geeignete Maßnahmen gegen eine weitere Verlandung des Rallengrabens und des Heegwassers zu ergreifen.

"Die Beseitigung dieses Wehrs im Jahr 2014 hatte unmittelbar zu einer Absenkung des Wasserstands im Heegwasser um etwa 35 cm geführt. 2014 scheiterten die meisten und 2015 alle Brutversuche von Hauben- und Zwergtauchern, Blässhühnern und Schnatterenten. Ähnlich negative Folgen sind für die Fortpflanzung von Fischen, Amphibien, Libellen, Muscheln usw. zu befürchten". Durch die Absenkung des Wasserstands im Heegwasser wurde auch der Wasserfluss im Rallengraben deutlich reduziert. Langfristig wird sich auch die Menge an Grundwasser verringern, da das Heegwasser der Vorfluter für das lokale Grundwasser ist. Zudem leitet der Kanal das in Richtung Altrhein strömende Grundwasser ab. Die Folge ist, dass das Welsche Loch häufiger austrocknen wird und die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass es von Silberweiden zugewachsen wird, wie dies bereits 2003 geschehen war.

 

FDP für Bündelung und Verschwenkung der Hochspannungs-Stromtrassen!

In Sachen Hochspannungs-Stromtrassen (Ultranet) fordert die FDP die Bündelung und Verschwenkung der Trassenführung weg von der Wohnbebauung. Laut Helmut Hummel gibt der aktuelle Sachstand noch keinen Grund zur Hoffnung. Die Stadtverwaltung hat, trotz Unterstützung des hessischen Wirtschaftsministeriums, vom Trassenbauer Amprion und der Bundesnetzagentur noch keine Bereitschaft für die Bündelung und Verschwenkung gezeigt bekommen. Die FDP war hier Vorreiter im Stadtentwicklungs- Energie- u. Bauausschuss und im Parlament und hat mit einem fraktionsübergreifenden Antrag die Forderungen der "IG unter Strom" in ihren Bemühungen unterstützt, die Gesundheit der Menschen entlang der derzeitigen Stromtrasse langfristig und nachhaltig zu schützen. Es wird wohl auf eine Klage gegen Amprion und die Bundesnetzagentur hinauslaufen. Dies auch im Interesse des geplanten Neubaugebietes "Gleisdreieck", wo der vom Land geforderte 400 Meter Abstand nicht eingehalten werden kann.

 

FDP für Neugestaltung eines bedarfsgerechten öffentlichen Personennahverkehr!

Die FDP setzt sich für eine Neugestaltung eines bedarfsgerechten öffentlichen Nahverkehrs ein. "Dazu zählt auch eine bessere verkehrliche Anbindung an die Bergstraße und an weiterführende Schulen wie der Karl-Kübel-Schule in Bensheim. Ein Ziel, das vielen Lampertheimer Jugendlichen am Herzen liegt!", so Andreas Beth, der die Interessen Lampertheimer Bürger im Aufsichtsrat der Verkehr und Touristik Lampertheim (kurz: VTL) vertritt.

Mehr Geld braucht es dazu nicht, vorhandene Geldmittel für den ÖPNV müssen nur effizienter eingesetzt werden. Im innerstädtischen Verkehr bieten On-Demand Systeme vielfältige neue Möglichkeiten für die Gestaltung eines bedarfsgerechten und kostengünstigen ÖPNV. Unter On-Demand Systemen versteht man z.B. Rufbusse, die nicht regelmäßig zu bestimmten Zeiten fahren, sondern die der Nutzer bei Bedarf per Telefon oder Internet anfragt. "Zusammen mit strategischen Partnern, wie z.B. IT-Dienstleistern, könnten die Stärken des ÖPNV mit den Vorteilen der Digitalisierung und neuen Mobilitätsformen erfolgreich kombiniert werden. Vorhandene Fahrzeuggrößen und Personal können dadurch bedarfsgerechter eingesetzt werden. Es gilt verschiedene Verkehrsträger (d.h. den Individualverkehr, Busse, Bahnen, Fahrräder, etc.) besser miteinander zu verzahnen und neue Mobilitätsformen (wie z.B. Bürgerbusse) zu entwickeln", so Andreas Beth weiter.

 

FDP will Buslinien besser bündeln!

In Zeiten knapper Kassen sollten auch zwingend Optimierungen auf der planerischen Ebene angepackt werden. Wenn der Überlandverkehr, der vom Kreis beauftragt wird, schon nach oder von Lampertheim fährt, braucht man keine zusätzlichen Doppelbedienungen durch den lokalen ÖPNV. Das betrifft z.B. die Regionalbuslinie644, die von Worms über Lampertheim und Hüttenfeld nach Viernheim fährt. Mit anderen Worten: Angebote unterschiedlicher Linienbündel, die Lampertheim und Vororte bedienen, müssen ganzheitlich betrachtet werden. Hier sehen wir ein erhebliches Einsparpotential.

Bei den Bemühungen, die Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union zu senken, spielt der Verkehrssektor eine Schlüsselrolle. Ziel ist der CO2-freie ÖPNV. Wir sind dabei für einen technologieoffenen Ansatz, der neuen Antriebstechnologien ohne ideologische Scheuklappen gegenübersteht. "Verschiedene Antriebskonzepte müssen im Rahmen einer zukünftigen Ausschreibung des ÖPNV vorurteilsfrei geprüft werden, vom klassischen Verbrenner über batteriebetriebene Busse bis hin zu Wasserstoff", so Andreas Beth abschließend.